Erstellt am Montag, 11 Oktober 2004

Artikel aus dem Gelnhäuser Tageblatt

Artikel aus dem Gelnhäuser Tageblatt
TVG erneut von Dormagen ausgehebelt Auch im sechsten Duell unterliegt Gelnhausen dem TSV - Budanow sieht Bayer-Abwehr zupacken wie bei "Rugby-Spiel" DORMAGEN (ka). Für den Handball-Zweitligisten TV Gelnhausen ist und bleibt der TSV Bayer Dormagen ein un TVG erneut von Dormagen ausgehebelt Auch im sechsten Duell unterliegt Gelnhausen dem TSV - Budanow sieht Bayer-Abwehr zupacken wie bei "Rugby-Spiel" DORMAGEN (ka). Für den Handball-Zweitligisten TV Gelnhausen ist und bleibt der TSV Bayer Dormagen ein unbezwingbarer Gegner. Auch im sechsten Pflichtspiel in Folge unterlagen die Barbarossastädter den Rheinländern, diesmal bedeutete die deutliche 28:37 (12:18)-Pleite zugleich die erste Saisonniederlage für die Mannschaft von Sergej Budanow. In einer attraktiven, umkämpften und mit hohem Tempo geführten Auseinandersetzung sahen 1 320 Zuschauer zunächst einen guten Start des Gelnhäuser Teams. Besonders Kzryzstof Lisiecki setzte Akzente und dirigierte Gelnhausen mit vier Treffern binnen acht Minuten zu einer viel versprechenden 6:4-Führung. Dann jedoch kippte die Partie innerhalb kürzester Zeit: Der TVG-Besetzung glückte lange sechs Minuten kein Treffer mehr, Dormagen kämpfte sich dagegen mit handfester Abwehrarbeit ins Spiel und auf 9:6 in Front (14.). Budanow wechselte vier Spieler aus, doch die Spielkontrolle war nicht mehr zurückzugewinnen. Im Gegenteil: Dormagen dominierte immer deutlicher das Geschehen. Bis zur 22. Minute war die Führung der Gastgeber auf stattliche sieben Treffer angewachsen (14:7) und mit aggressivem Spiel hielt die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider diesen Vorsprung bis zur Pause nahezu stabil (18:12). Nach dem Seitenwechsel konnte Gelnhausen noch einmal bis auf vier Treffer herankommen (23:27/48.) - enger sollte es in diesem Spiel jedoch nicht mehr werden. Zwar versuchte der TVG, mit höchstem Angriffstempo noch einmal Druck auszuüben. Mit drei Volltreffern binnen 60 Sekunden zum 30:23 distanzierte Dormagen die Gäste jedoch endgültig. "Da sind wir dem TSV förmlich ins offene Messer gelaufen", kommentierte Budanow den endgültigen Knockout. Während sich im TSV-Trikot der spielstarke, siebenfache Torschütze Nils Meyer sowie der wurfgewaltige Matthias Aschenbroich (8/1) auszeichnen konnten, überzeugte auf Seiten des TVG nur Lisiecki (10/3). Tobias Knop und Marc Stallmann (insgesamt elf technische Fehler in 20 Minuten) waren indisponiert, Doppelspielrechtler Wilm Hetkamp fand nie ins Spiel und Timm Schröder (sechs Fehlversuche) gelang im Angriff nur wenig. Zudem war Jouri Sadovski stark grippegeschwächt, seine Kraft reichte nur für knappe zehn Minuten. Dormagens Trainer Wandschneider lobte nach dem Abpfiff den "kämpferisch starken und schnellen Handball mit Biss", den seine Mannschaft gezeigt habe. Dagegen zog sich Budanow bei der öffentlichen Pressekonferenz den Unmut des TSV-Publikums zu, als er als Hauptursache für die Niederlage eine überharte Spielweise der Gastgeber anführte. "Der TSV war bis in die Haarspitzen motiviert und packte teilweise überhart zu. Wir waren nicht in der Lage, uns auf diese von den Schiedsrichtern tolerierte Gangart einzustellen. Hier war heute einiges erlaubt und Dormagen hat teilweise Rugby gespielt. Wir waren dagehen besonders in der Abwehr einfach zu brav. Diese Freiheiten hat Dormagen eiskalt genutzt und deshalb verdient gewonnen."

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Autor: TsvBayerDormagen