Erstellt am Sonntag, 21 November 2004

TSV Bayer nimmt Eisenach nach der Pause auseinander

Wer geglaubt hatte, der beim letzten Heimspiel erzielte Zehn-Tore-Heimsieg gegen die SG Willstätt/Schutterwald sei nicht mehr steigerungsfähig, wurde am 11. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga vom TSV Bayer Dormagen eines Besseren belehrt.


Denn Wer geglaubt hatte, der beim letzten Heimspiel erzielte Zehn-Tore-Heimsieg gegen die SG Willstätt/Schutterwald sei nicht mehr steigerungsfähig, wurde am 11. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga vom TSV Bayer Dormagen eines Besseren belehrt.

Denn vor 1.320 Zuschauern im TSV Bayer Sportcenter brannten die Mannen von Trainer Kai Wandschneider nach dem Seitenwechsel ein wahres Feuerwerk ab, und nahmen den mit großen Erwartungen in die Saison gestarteten Bundesligaabsteiger aus Eisenach mit 31:19 (Halbzeit: 12:10) förmlich auseinander.

Und dabei sah es in den ersten 30 Minuten noch ganz anders aus. Die Gäste aus Thüringen verstanden es geschickt, die Lücken in der Dormagener Deckung aufzuzeigen und lagen mehrfach mit zwei Toren in Front. Lediglich TSV-Torhüter Matthias Reckzeh war auf Dormagener Seite von Beginn an hellwach und verhinderte einen höheren Rückstand.

Erst als die Dormagener ihre Stärke, das Tempospiel, ausspielen konnte, wendete sich das Blatt noch bis zur Pause. So gingen die Gastgeber mit einer knappen 12:10-Führung in die Kabine, um dann nach dem Wechsel entschlossen nachzusetzen.

Der Gast aus Eisenach hatte dem Dormagener Tempo nun nicht mehr viel entgegenzusetzen und ging nach dem Wechsel regelrecht unter. Lediglich Junioren-Europameister Stefan Kneer kämpfte bis zum Schluss gegen das sich abzeichnende Debakel. Eisenach-Spielertrainer Runar Sigtryggsson brachte die Leistung seiner Mannschaft auf den Punkt: "Wir haben nur in der ersten Hälfte als Mannschaft gespielt, dann sind wir auseinander gefallen und nur noch als Individualspieler aufgetreten. Dormagen hat das hervorragend ausgenutzt".

Herausragender Spieler auf Dormagener Seite war Torhüter Matthias Reckzeh, der die Eisenacher Schützen mit zwei Dutzend gehaltenen Bällen schier zur Verzweiflung brachte. Der mit 2,04 Meter längste Spieler auf dem Feld überragte an diesem Abend aber vor allem mit seiner Leistung. Der Höhepunkt des Abends spielte sich zwischen der 47. und 49. Minute ab, als die Dormagener drei Zeitstrafen für Sieberger, Kopeinigg und Lochtenbergh erhielten und Reckzeh mit drei Paraden seinen Kasten sauber hielt. Mit drei gegen sechs Feldspielern gelang den Dormagenern durch Alexander Koke dann sogar ein Treffer zum 26:15, der die Stimmung in der Halle auf den Höhepunkt brachte.

Der höchste Saisonsieg der Rheinländer geriet dann bis zum Ende nicht mehr in Gefahr, auch weil Reckzeh seine famose Vorstellung bis zum Schlusspfiff konservieren konnte.

"Wir haben es geschafft, hier eine Mannschaft mit Teamgeist und Kampfgeist aufzubauen. Mit einer überragenden Torhüterleistung, bei nur 19 Gegentoren, haben wir das Spiel für uns entschieden. Von den letzten zehn Pflichtspielen haben wir neun gewonnen, das ist eine phantastische Serie", freute sich Dormagens Trainer Kai Wandschneider zurecht.

Durch den achten Saisonsieg, davon den fünften in eigener Halle, konnten die Dormagener ihren dritten Tabellenplatz behaupten und müssen nun bereits am kommenden Freitag (Anwurf: 19.30 Uhr) bei der HSG Gensungen/Felsberg antreten.

Für den Pokalknüller in eigener Halle gegen die HSG Nordhorn, momentaner Tabellenführer der 1. Bundesliga, am Dienstag, 30. November (Anwurf: 20.00 Uhr) haben die Dormagener mit den zuletzt gezeigten Leistungen Werbung in eigener Sache gemacht.

700 Karten sind im Vorverkauf bereits abgesetzt und nicht zuletzt deshalb empfiehlt der Verein, verstärkt die beiden Vorverkaufsstellen zunutzen. Neben der der TSV-Handball-Geschäftsstelle (Tel.: 02133-51 69 03) stehen auch in der City-Buchhandlung ausreichend Eintrittskarten zur Verfügung. Der Vorverkauf für das Spitzenspiel gegen den aktuellen Tabellenzweiten SG Kronau/Östringen (Fr., 03. Dezember, 20.00 Uhr) ist in den Vorverkaufsstellen ebenfalls bereits angelaufen.

Die Spielstatistik:

TSV Bayer Dormagen - ThSV Eisenach 31:19 (12:10)

Dormagen: Kurth (bei einem 7m), Reckzeh; Plaz (7), Kopeinigg (1), Meyer (1), Hantusch (1), Baekhoej (1), Sieberger (2), Wernicke (1), Aschenbroich (5), Tesch (2), Koke (6/2), Lochtenbergh (4), Landsberg; Trainer: Kai Wandschneider.

Eisenach: Jerkovic, Lehmann (ab 37.); Kneer (5), Sigtryggsson, Augensen (1), Riehn, Ehrhardt (1), Emmelmann (n.e.), Latchimy, Grgic (3), Göhl (2), Kastelic (3/3), SzÈp-Kis (4); Spieler-Trainer: Runar Sigtryggsson.

SR: Damian/Wenz (Bingen/Mainz). - Z: 1.320. - Zeitstrafen: 10:6 Minuten (Kopeinigg/zweimal, Sieberger, Tesch, Lochtenbergh -Latchimy/zweimal, Augensen). - Siebenmeter: 3/2:5/3 (Lochtenbergh scheitert an Jerkovic/10. - Reckzeh hält gegen SzÈp-Kis/4. und Riehn/54.) - Spielfilm: 0:1 (3.), 1:3 (6.), 6:5 (15.), 6:8 (21.), 10:8 (27.), 10:10 (29.), 12:10 (30.), 14:10 (32.), 14:11 (32.), 16:13 (35.), 18:13 (37.), 18:14 (37.), 20:15 (40.), 27:15 (51.), 27:17 (52.), 29:19 (58.), 31:19 (60.).

KK

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Autor: TsvBayerDormagen