Erstellt am Freitag, 26 November 2004

Vorbericht aus der "Hessisch Niedersächsichen Allgemeinen"

Vorbericht aus der "Hessisch Niedersächsichen Allgemeinen"
GENSUNGEN / DORMAGEN. Für Alexander Koke steht in der Hölle Nord heute eine Premiere an. Nicht, dass der Handballer vom TSV Bayer Dormagen noch nie in der Gensunger Kreissporthalle war und die Fans der HSG Gensungen/Felsberg noch nie erlebt hätte. Doch: GENSUNGEN / DORMAGEN. Für Alexander Koke steht in der Hölle Nord heute eine Premiere an. Nicht, dass der Handballer vom TSV Bayer Dormagen noch nie in der Gensunger Kreissporthalle war und die Fans der HSG Gensungen/Felsberg noch nie erlebt hätte. Doch: "Ich kenne sie nur als Zuschauer", sagt der 25 Jahre alte Regisseur des Tabellendritten der zweiten Liga. Trotz seiner zwei Jahre im Trikot der MSG Melsungen/Böddiger steht er heute (ab 19.30 Uhr) erstmals als Spieler auf dem Gensunger Parkett. Denn die nordhessischen Zweitliga-Derbys fanden in Melsungen und Baunatal statt.

"Die Spiele habe ich noch in guter Erinnerung", sagt Koke. "Wir haben keines verloren." Und auch sein neuer Verein, bei dem er zu Saisonbeginn angeheuert hat, ist mit der Ausbeute aus den letzten drei Spielen gegen die Edertaler zufrieden, denn die Werkstruppe konnte die letzten Begegnungen für sich entscheiden.

Doch für Koke ist die Partie gegen den Drittletzten der Tabelle kein Selbstläufer: "Es wird ganz schwierig, dort zu gewinnen. Gensungen/Felsberg steht zu Unrecht da unten. Eigentlich gehört die Mannschaft in höhere Gefilde, hatte einen schlechten Saisonstart und viel Verletzungspech", sagt er und zollt dem Gegner gehörigen Respekt. "Die Zuschauer werden ihre Mannschaft ordentlich nach vorne peitschen."

Darauf hofft auch Gensungen/Felsbergs Coach Günter Böttcher: "Es wird ein ganz heißer Handballabend. Und dabei brauchen wir die Unterstützung der Fans."

Das soll auch Dormagens Abwehrstratege Michael Kopeinigg zu spüren bekommen. Der frühere Spieler von Melsungen/Böddiger ist zwar angeschlagen, will sich aber die Partie gegen die Edertaler nicht entgehen lassen. Eine Schulterverletzung plagt den Österreicher schon seit einiger Zeit. Auch beim Heimspiel gegen seinen Ex-Verein MSG vor acht Wochen (30:34) hat er schon verletzt gespielt, danach kam er nur sporadisch zum Einsatz, um sich zu schonen. "So eine langwierige Verletzung hatte ich noch nie in meiner bisherigen Karriere", sagt der 33-Jährige, der in Gensungen einige alte Bekannte erwartet - sowohl auf dem Parkett als auch auf den Rängen. "In Gensungen herrscht schon eine besondere Atmosphäre", sagt Kopeinigg und freut sich auf die Partie.

Sein Mannschaftkollege Koke sieht den Gegner unter Druck: "Die HSG spielt derzeit unter ihrem Niveau. Sie muss unbedingt ihre Heimspiele gewinnen."

Ob er nach dem Freitagsspiel seinen Dienstbesuch in Nordhessen noch mit Urlaub verlängert, hängt davon ab, wie seine Premiere auf dem Parkett in der Hölle Nord ausgeht. "Wenn wir gewinnen, gibt uns der Trainer natürlich für das Wochenende eher trainingsfrei", sagt Koke. (HOF)

DruckenE-Mail
Autor: TsvBayerDormagen