Erstellt am Montag, 13 Dezember 2004

TSV Bayer feiert 32:15-Kantersieg in Groß-Bieberau

TSV Bayer feiert 32:15-Kantersieg in Groß-Bieberau
"Ich habe heute nichts zu meckern", fasste sich Kai Wandschneider, Trainer des Handball-Zweitligisten TSV Bayer Dormagen, ungewohnt kurz in der obligatorischen Pressekonferenz nach einem Bundesligaspiel.


Der 45-jährige Diplom-Sportlehrer konnte "Ich habe heute nichts zu meckern", fasste sich Kai Wandschneider, Trainer des Handball-Zweitligisten TSV Bayer Dormagen, ungewohnt kurz in der obligatorischen Pressekonferenz nach einem Bundesligaspiel.

Der 45-jährige Diplom-Sportlehrer konnte mit der Leistung seiner Mannschaft beim Gastspiel am späten Sonntagabend bei der TSG Groß-Bieberau auch mehr als zufrieden sein. Gab es noch in der vergangenen Saison einen hauchdünnen 27:26 im Odenwald, so trumpften die Dormagener vor rund 700 Zuschauern diesmal mit einem 32:15-Kantersieg (Halbzeit: 15:7) groß auf und feierten damit den höchsten Auswärtssieg seit dem Wiederaufstieg 2002.

Sicher passte es den Gästen aus dem Rheinland dabei gut ins Konzept, dass die Bieberauer auf ihren Torjäger Andreas Neumann sowie auf Linkshänder Rico Litzinger verzichten mussten, doch die Art und Weise, wie der Erfolg herausgespielt wurde, war in dieser Deutlichkeit nicht zu erwarten, und zeugt zudem von der Stärke des TSV auch in dieser Saison.

"Beide Torhüter waren sehr stark. Die Abwehr ebenfalls, so dass wir aus der Defensive über Konter zu einfachen Toren kamen", so Wandschneider, der einen selten entspannten Abend erleben durfte. Zur Entspannung trug zu Beginn des Spiels besonders Torhüter Joachim Kurth einen großen Anteil bei. Er parierte nach 33 Sekunden nicht nur seinen ersten von insgesamt drei Strafwürfen, sondern zog mehrfach mit glänzenden Paraden den Gastgebern den Zahn.

So führten die Dormagener bereits zur Pause mit acht Treffern und Wandschneider wechselte in Durchgang zwei munter durch, so dass alle Spieler - bis auf den verletzten Martin Baekhoej - zum Einsatz und auch zu Torerfolgen kamen. So kam dann auch noch Geburtstagskind Matthias Reckzeh zum Einsatz. Der nun 31-jährige knüpfte dabei nahtlos an die Leistung seines Torhüterkollegen Kurth an, parierte ebenfalls zum Einstand einen Siebenmeter und bot auch in der Folge eine starke Leistung.

Mit dem vierten Auswärtssieg der Saison behauptete der TSV weiter den 3. Tabellenplatz und erwartet nun am kommenden Freitag den Verfolger Balingen-Weilstetten im TSV Bayer Sportcenter (Anwurf: 20.00 Uhr). Die Schwaben reisen als Tabellenfünfter mit der Empfehlung von 8:6-Punkten in fremden Hallen nach Dormagen.

Die Spielstatistik:

TSG Groß-Bieberau - TSV Bayer Dormagen 15:32 (7:15)

Groß-Bieberau: Kredel (1.-30.), Klier (31.-60.), Klinger (n.e.); Meister, Bengs (1), Seeger (3/1), Gunst (2), Hrach (1), Groß (3), Jacobs (5), Bauer, Beckmann, Kohlmann; Trainer: Karl-Ludwig Gaydoul.

Dormagen: Kurth, Reckzeh (ab 51.); Plaz (2), Breuer (1), Meyer (3), Hantusch (3), Baekhoej (n.e.), Sieberger (1), Wernicke (1), Aschenbroich (6), Tesch (2), Koke (4), Lochtenbergh (7/2), Landsberg (2); Trainer: Kai Wandschneider.

SR: Buschmann/Ganter (Badenweiler/Freiburg). - Z: 625. - Zeitstrafen: 6:12 Minuten (Hrach/zweimal, Gunst - Wernicke/zweimal, Aschenbroich/zweimal, Tesch, Hantusch) - Siebenmeter: 6/1:2/2 (Kurth hält gegen Seeger/1. und 20. sowie Bengs/35., Bauer an den Pfosten/42., Reckzeh hält gegen Groß/51.). - Spielfilm: 0:2 (2.), 1:2 (3.), 2:3 (6.), 2:5 (9.), 3:9 (14.), 4:11 (21.), 6:11 (22.), 6:15 (29.), 7:15 (30.) - 8:15 (31.), 8:17 (35.), 10:20 (42.), 11:26 (53.), 12:29 (57.), 15:32 (60.).

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Autor: TsvBayerDormagen